Samstag, 29. April, 19 Uhr

Theater in der Reithalle, Schlossplatz 3
Eintritt: Vorverkauf (Buchhandlung Riemann) 18 EUR / Abendkasse 25 EUR / Schüler und Studenten: 10 EUR

Roman-Marathon .........................................................

Im Anschluss: Gesprächsrunde mit den drei Autoren

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„Ein sehr schönes, uneitles Stück Literatur ist Paula Fürstenberg da gelungen.“ Martin Lhotzky, FAZ

Paula Fuerstenberg
Paula Fürstenberg   Foto: ©Joachim Gern

Paula Fürstenberg ....................................................

Wie genau muss man das eigene Leben kennen? Wie geht man mit weißen Flecken in der eigenen Biographie um? Mit diesen Fragen wird Johanna, Hauptfigur in Paula Fürstenbergs Debütroman „Die Familie der geflügelten Tiger“, plötzlich konfrontiert.

Johannas Vater Jens verschwand, als sie zwei Jahre alt war. Sie wuchs bei ihrer Mutter in der Uckermark auf. Diese erzählte ihr später, Jens habe "rübergemacht", um im Westen Karriere als Musiker zu machen. Nur eine Postkarte und ein Foto erinnern an ihn. Nach dem Abitur wird Johanna in Berlin Straßenbahnfahrerin. Plötzlich ruft Jens an und bittet sie um ein Treffen. Jens hat Krebs im Endstadium und kann bald nicht mehr sprechen. Johannas Halbschwester und ihre andere Oma, die Mutter von Jens, erzählen ihr unterschiedliche Varianten über das Verschwinden von Jens. So beginnt sie nachzuforschen, auch über ein Land, in dem sie geboren wurde, das es jetzt aber nicht mehr gibt.

cover buch fuerstenberg

Paula Fürstenberg ist wie ihre Protagonistin 1987 in der DDR geboren. Sie wuchs in Potsdam auf. Nach einem zweijährigen Aufenthalt in Frankreich studierte sie von 2008 bis 2011 am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. Seitdem lebt, schreibt und studiert sie in Berlin.

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"Einer der besten deutschen Erzähler.“ Heinrich Detering, Frankfurter Allgemeine

Klaus Boeldl
Klaus Böldl   Foto: ©Hagen Schnauss

Klaus Böldl ....................................................

Seit zwei Jahren lebt Philipp, die Hauptfigur in Klaus Böldls Roman „Der Atem der Vögel“, auf den Faröer Inseln. Er, ein Deutscher Mitte 30, ist ein Einzelgänger, der seine Tage mit ausgedehnten Spaziergängen verbringt. Meditativ und doch ungemein spannend erzählt Klaus Böldl über Philipps Leben und sein tiefes Einverstandensein mit der rauen Natur. Von seiner Lebensgefährtin Johanna, einer Krankenhausärztin, entfremdet er sich immer mehr. Mit deren kleiner Tochter Rannvá hingegen verbindet ihn ein stilles Einvernehmen. Als Johanna und Rannvá auf eine Reise gehen, macht sich auch Philipp auf den Weg. Er beginnt eine Wanderung über die Inseln, die ihn immer tiefer in die Natur führt – und immer näher zu sich selbst.

Klaus Boeldl

Klaus Böldl, 1964 in Passau geboren, debütierte 1987 mit dem Roman „Studie in Kristallbildung“. Seitdem erschienen die Erzählung „Südlich von Abisko“, ein Reisebuch, ein Buch über Passau und der Roman „Der nächtliche Lehrer“. Für sein Werk wurde Klaus Böldl mit dem Tukan-Preis, dem Brüder-Grimm-Preis, dem Hermann-Hesse-Literaturpreis sowie dem Friedrich-Hebbel-Preis ausgezeichnet. Klaus Böldl lehrt mittelalterliche skandinavische Literatur an der Universität Kiel.

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„Eine Wucht, dieses Debüt.“
Jenny Hoch, DIE ZEIT

Rasha Kayat
Rasha Khayat    Foto: ©Anna Maria Thiemann

Rasha Khayat .......................................................

Die Geschwister Layla und Basil waren immer eine untrennbare Einheit. Bis Layla eine Entscheidung trifft, die niemand versteht: Sie beschließt, Deutschland zu verlassen und einen Mann in der alten Heimat Saudi-Arabien zu heiraten. Rasha Khayat erzählt in ihrem viel beachteten Debüt-Roman „Weil wir längst woanders sind“ von Basils Reise nach Jeddah zur Hochzeit seiner Schwester. Er möchte ein letztes Mal die alte Nähe spüren. Zugleich führt ihn sein Besuch mitten hinein in die eigene Vergangenheit. Was treibt Layla - eine nicht religiöse, freiheitsliebende junge Frau – dazu, in einem Land leben zu wollen, in dem Frauen alles andere als frei sind? „Meine Wahl wäre es nicht gewesen“, sagt die Autorin über die Entscheidung ihrer Protagonistin.

Rasha Kayat

Rasha Khayat wurde 1978 in Dortmund geboren und wuchs in Jeddah auf. 1988 zog die Familie zurück nach Deutschland, wo Rasha Khayat nach dem Abitur in Bonn unter anderem Literaturwissenschaften studierte. Seit 2005 lebt die freie Autorin in Hamburg. „Weil wir längst woanders sind“ wurde für den Klaus Michael Kühne-Preis für das beste Romandebüt nominiert. 2016 war Rasha Khayat Writer in Residence an der University of East Anglia, Norwich.

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Musikalische Umrahmung des Roman-Marathons: Adeline Ebert (Geige) und Michael Ebert (Klavier)

 

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Fotos:© J. Grossmann