Samstag, 23. April, 19 Uhr

Theater in der Reithalle
Eintritt: Vorverkauf (Buchhandlung Riemann) 18 EUR / Abendkasse 25 EUR / Schüler und Studenten: 10 EUR

Roman-Marathon .........................................................

„Das prägende Element dieses Buches: sein tragischer Witz.“
Thomasz Kurianowicsz, FAZ

Matthias Nawrat
Matthias Nawrat  Foto: ©Sebastian Hänel

Matthias Nawrat ....................................................

Wie überlebt man im von den Nazis besetzten Warschau? Wie wird man mit dem „Todeshunger“ in der  "weltberühmten Ortschaft" Oświęcim fertig? Und wie schafft man es, nach der „Befreiung“ durch das östliche Nachbarvolk ein anständiges Leben im Kommunismus zu führen?
Es sind aberwitzige Herausforderungen, die das 20. Jahrhundert für einen Polen wie Jurek bereithält, Nawrats Titelfigur des Romans „Die vielen Tode unseres Opas Jurek“. Jurek erzählt davon seinen Enkeln, die sich wiederum bei der Beerdigung ihres Opas daran erinnern.
Das Ergebnis ist eine traurig-komische Familiengeschichte, ein Schelmenroman vor dem Hintergrund eines Jahrhunderts polnischer Geschichte, voller Ironie und absurdem Witz.

Matthias Nawrat, 1979 im polnischen Opole geboren, siedelte als Zehnjähriger mit seiner Familie nach Bamberg um. „Die vielen Tode unseres Opas Jurek“ ist sein dritter Roman. Vorausgegangen waren sein Debütroman „Wir zwei allein“ (2012) und der Roman „Unternehmer“ (2014), beide hochgelobt und ausgezeichnet. Matthias Nawrat lebt in Berlin.

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"Ursula März schreibt mit warmherziger Anteilnahme von den anderen und mit Humor und einer kleinen Prise Selbstironie von sich.“
Rudolf von Bittner, Bayerisches Fernsehen

Ursula März
Ursula März   Foto: ©Peter Peitsch

Ursula März ....................................................

Fünf  Fallgeschichten über das Entstehen von Liebesverhältnissen präsentiert Ursula März in ihrem neuen Buch „Für eine Nacht oder fürs ganze Leben. Fünf Dates“ – lehrreich, unterhaltsam und auch komisch:
Da gibt es den Ingenieur Manfred, der eigentlich nur Frauen unter 60 Kilo sucht, sich dann aber doch zu einer deutlich schwereren Frau hingezogen fühlt, die ihm eine Seitensprungagentur präsentiert. Oder die frisch verrentete Gerlinde, die auf einem Datingportal den 30 Jahre jüngeren Rudi kennenlernt …
Dating erscheint heutzutage so einfach wie Carsharing. Wenige Klicks, und ein Partner ist gefunden! Doch Ursula März macht deutlich, wie die Liebeswahl auch in Zeiten der Singlepartys und digitalen Kontaktbörsen unberechenbar bleibt. Dabei verknüpft die Autorin geschickt erzählerisches Können und essayistische Reflexion, wie die Frankfurter Rundschau feststellte.

Ursula März, bekannt vor allem als Literaturkritikerin, arbeitete auch viele Jahre als Gerichtskolumnistin in Berlin. Für ihr publizistisches Schaffen wurde sie vielfach ausgezeichnet.



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„Der Autor führt arabische Erzähltradition …  in die deutsche Literatur über. So gut wie er kann das derzeit kein Zweiter“
Carsten Hueck, Neue Zürcher Zeitung

Abbas Khider
Abbas Khider    Foto: ©Peter-Andreas Hassiepen

Abbas Khider .......................................................

Abbas Khider ist dem Coburg-liest-Publikum seit 2009 in bester Erinnerung: Die Lesung in der Rückertschule aus seinem ersten Roman „Der falsche Inder“, eine literarische Aufarbeitung seiner Flucht aus dem Irak, begeisterte Schüler, Lehrer, Gäste und Leser.

Diesmal hat er seinen neuen Roman „Ohrfeige“ im Gepäck. Wieder geht es um Flucht, Heimatverlust und die zentrale Frage: Was bedeutet es für einen Menschen, wenn er weder in der Heimat noch in der Fremde leben darf? Khider schildert das Schicksal von Karim, der als Flüchtling aus dem Irak in der bayerischen Provinz gelandet ist. Jetzt soll er abgeschoben werden. In der Ausländerbehörde will er ein letztes Mal seine zuständige Sachbearbeiterin aufsuchen. Er ist wütend und hat nur einen Wunsch: dass ihm endlich jemand zuhört…

Abbas Khider wurde 1973 in Bagdad geboren. 2000 kam er nach Deutschland und studierte Literatur und Philosophie in München und Potsdam. Zur Zeit lebt er in Berlin.

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Musikalische Umrahmung des Roman-Marathons: Henrik Letzer, Akkordeon

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Programm

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Fotos:© J. Grossmann