Coburg liest! 2004

"Bitte unbedingt wiederholen!"

"Wie kommt die Literatur aufs Land?", lautete die Fragestellung einer Podiumsdiskussion, die im Zentrum der 1. Coburger Literaturtage stand. "Sie ist längst da!" Auf diese Formel einigten sich die angereisten Schriftsteller Friedmar Apel und Christa Hein sowie die Verleger Michael Krüger und Klaus Schöffling - überwältigt von Andrang des Publikums, das der Andromedasaal in der Landesbibliothek kaum fassen konnte. Am Abend danach folgte der Höhepunkt der ersten Auflage von Coburg liest!: ein Lesemarathon mit vier Autoren, der zugleich einen Gang durch die Strömungen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur darstellte. "Fortsetzung erwünscht", kommentierte das Coburger Tageblatt. "Bitte im nächsten Jahr unbedingt wiederholen!", forderte die Neue Presse Coburg.

Die Autoren und Gäste

Friedmar Apel,
geboren 1968, lehrt Literaturwissenschaft an der Universität Bielefeld und arbeitet als Literaturkritiker. Mit seinem Roman "Das Buch Fritze" (Suhrkamp Verlag) erweiterte "die Entdeckung des Abends" den Freitagsmarathon "um die Komponente der Aufsässigkeit" (Neue Presse Coburg).

Wilhelm Genazino,
geboren 1943, wurde für sein Werk unter anderem mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. Beim Freitagsmarathon las er aus "Eine Frau, eine Wohnung, ein Roman" (Hanser Verlag), eine "Künstlergeschichte mit oftmals pointiert zugespitzten Stationen des Scheiterns im vermeintlich ‚bürgerlichen' Leben" (Coburger Tageblatt).

Franziska Gerstenberg,
geboren 1979, Absolventin des Leipziger Literaturinstituts und Mitherausgeberin der Literaturzeitschrift Edit. Die Debütantin beeindruckte "auf stille Weise mit der konzentrierten Kraft ihrer klaren Sprache" (Coburger Tageblatt). Sie las aus ihrem Erzählband "Wie viele Vögel" (Schöffling Verlag).

Christa Hein,
geboren 1955, lebt nach einem langen Aufenthalt in den USA in Berlin und auf der Rhön. Christa Hein las zum Abschluss des Freitagsmarathons aus ihrem Roman "Von Rand der Welt" (Frankfurter Verlagsanstalt)."Als sie? die Buchdeckel schloss, war Mitternacht nicht mehr weit." (Neue Presse Coburg) - "Amerika-Fans sind begeistert" (Coburger Tageblatt).

Michael Krüger,
zählt als Leiter des Hanser Verlags zu den großen Verlegerpersönlichkeiten, die in ihrem Beruf eine Berufung sehen. Sein Haus gehört zu den maßgeblichen Institutionen des deutschsprachigen Literaturbetriebs. "Sicher ist", so Krügers während der Podiumsdiskussion geäußertes Credo, "dass Bücher lesen nur selten zu einem schlechten Charakter geführt hat."

Klaus Schöffling,
entdeckt für den von ihm gegründeten und geleiteten Schöffling Verlag mit sicherem Gespür immer wieder neue Talente. Sein Haus setzt auf eine Verjüngung der Literaturszene, zahlreiche Autorenkarrieren haben dort in den letzten Jahren ihren Anfang genommen.

Programm

„Coburg liest!“ geht in die 14. Runde

Wiederum stehen renommierte Autorinnen und Autoren auf dem Programm. ...
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Programm

Eindrücke von den Literaturtagen 2015
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Fotos:© J. Grossmann